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Samstag, 20. August 2011

Wareniki - das Herz der ukrainischen Küche

Hallo meine Schönen,

Heute stelle ich euch ein weiteres Rezept vor - diesmal eins aus meiner Heimat, der Ukraine.
Wareniki sind gekochte Maultaschen (ähnlich wie Tortellini, nur eben... anders), die mit unterschiedlichen Köstlichkeiten befüllt werden können: Quark, Fleisch, Kartoffelpüree oder Kirschen sind die gängisten Formen. Wie ihr sehen könnt, sind die kleinen Teigtaschen also sehr variabel und in der ehemaligen Sowjetunion weit verbreitet. Da man sie auch prima einfrieren und bei Bedarf schnell aufkochen kann, wird auch viel auf Vorrat gekocht.

Das Rezept ist etwas aufwändig, aber es ist es wert. Falls ihr es also nachkochen wollt, nehmt euch für den Anfang gut 3 Stunden Zeit.
Natürlich könnt ihr auch mehr Teig vorbereiten und sie zusätzlich mit eingelegten Kirschen (♥) befüllen und mit dem Kompott übergießen.

Zutaten (4 P.)
4 Tassen Mehl
2 Eier
1/2 - 1 Glas Wasser
7 große Kartoffeln
1-2 Zwiebeln
Saure Sahne

Zubereitung
1. Fangt zunächst mit den Kartoffeln an. Diese kommen für ca. 20min in kochendes Wasser, sodass diese schön weich werden.

2. Die Zwiebel wird kleingehackt (Ein Tipp, den ich gelesen habe: Wenn man Messer und Schneidebrett feucht hält, sollten keine Tränchen fließen. Vielleicht klappt es ja bei euch besser als bei mir. ;o) ) und in etwas Öl goldgelb geschmort.

3. Jetzt kommt der Teig: Eier, Mehl und Wasser werden in einer Schüssel, am besten mit einem Knethaken, vermengt. Der Teig darf nicht an den Händen kleben bleiben, dann ist er perfekt! Falls er doch noch klebrig ist, fügt noch etwas Mehl hinzu. Wenn er zu trocken ist, dann muss da etwas Wasser rein.

4. Der Teig wird auf einer mehligen Fläche immer telweise ausgerollt (nicht den kompletten Teig auf einmal!) und mit einem Glas werden runde Teigstücke ausgestochen. Dabei sollte das Glas nicht zu klein sein, da muss ja noch eine Füllung rein. ;o)



5. Wenn ihr alles ausgestochen habt, müsst ihr den Kartoffelbrei, welchen ihr mit den angebratenen Zwiebeln vermischt habt, in die Mitte des Wareniks füllen, ca. 1TL pro Warenik. Achtet darauf, dass der Warenik zugeht, ohne dass der Brei an den Seiten herausquillt.
Tipp für den Kartoffelbrei: Die gekochten Kartoffeln stampft ihr zunächst, würzt diese mit Salz und Pfeffer und fügt Butter und etwas Milch hinzu, sodass der Kartoffelbrei schön weich wird.


6. Den Warenik müsst ihr in der Mitte "falten" und an den Rändern entlang fest zudrücken. Dann könnt ihr - müsst ihr aber nicht - die Ränder zusätzlich nach Innen falten, sodass ein geflochtenes Muster entsteht.


Ja, nicht alle Wareniki sind wahre Schönheiten. Das oben ist natürlich ein Prachtexemplar made by Mami. Da mir das allerdings zu schwer und zeitaufwändig war, habe ich einfach geknetet, wie es mich überkam. =)



7. Wenn ihr mit dem Befüllen fertig seid, kommen die Wareniki für ca. 10 min in kochendes Salzwasser. Fertig sind sie, wenn sie oben im Wasser schwimmen.

Zu den Wareniki lässt man ein kleines Stück Butter zerlaufen und gibt nach Belieben saure Sahne hinzu. Fertig!


Hoffentlich schreckt euch der Aufwand nicht allzu sehr ab, sodass ihr den Wareniki eine Chance geben könnt.
Ich liebe Wareniki - und wenn ich keine Lust habe, 3 Stunden in der Küche zu stehen, gehe ich einfach in ein ukrainisches Restaurant.
Wer in Frankfurt wohnt, sollte das Watra im Westend besuchen; die Wareniki sind einfach zu köstlich!

Benötigte Zeit: ca. 3 Stunden (für Unerfahrene), mit etwas Übung ca. 1,5 Stunden
Schwierigkeit: mittel

Habt ihr schon Wareniki probiert? Falls ihr es wirklich nachkocht, hätte ich gerne einen Erfahrungsbericht!





Montag, 11. Juli 2011

Grießpudding

Hallo ihr Naschkatzen ,

Weniger ist manchmal auch mehr. Und einfache Rezepte sind manchmal auch die besten.
Deswegen stelle ich euch heute ein Rezept vor, das ganz einfach und schnell geht und den Heißhunger auf eine süße Sünde stillt.
Und das beste daran ist: Man kann es schon "kochen" nennen! ;)




Alles, was ihr für 2 Portionen braucht, ist folgendes:

  • 60g Grieß
  • 500ml Milch
  • 1 Ei
  • etwas Butter
  • 1P. Vanillezucker
  • Prise Salz



Und so wird's gemacht:

1.  Zuerst erhitzt man die Milch mit einer Prise Salz in einem Topf und stellt die Temperatur niedriger, sobald das Ganze anfängt zu köcheln. Währenddessen könnt ihr schon das Ei trennen.
   
2. Jetzt rührt ihr den Grieß langsam ein. So verhindert ihr, dass der Grießpudding klumpig wird. Danach fügt ihr Vanillezucker und das Eigelb hinzu, wobei ihr den Vanillezucker auch weglassen könnt, wenn es euch sonst zu süß wird.
   
3. Wenn der Grieß aufgequollen ist, nehmt ihr den Topf vom Herd, damit der Brei nicht zu steif wird und gebt noch etwas Butter rein. Umrühren nicht vergessen. :)
   
4. Nun müsst ihr nur noch das übriggebliebene Eiweiß schaumig schlagen und den daraus entstandenen Eischnee unter den Brei heben. So wird euer Grießpudding schön luftig und locker.


Ich gebe gerne über den Grießpudding noch zusätzlich Honig, etwas Kakao und Zimt. Mhhh... yummi!

Und fertig ist euer Grießpudding. :)

Alternativ könnt ihr das Ei natürlich auch komplett weglassen. Dann habt ihr einen leckeren Grießbrei und die Arbeitszeit verringert sich dadurch.
Genau das habe ich gestern nämlich auch gemacht, weshalb auf dem Foto "nur" Grießbrei zu sehen ist. Da habe ich ein bisschen geschummelt, sorry. ;)

Benötigte Zeit: ca. 15min
Schwierigkeit: simpel


Guten Appetit!

Donnerstag, 7. Juli 2011

Vollkornpizza

Hallo ihr Leckerlis,

heute schwinge ich mal nicht den Pinsel, sondern den Kochlöffel. Ich habe für euch ein superleckeres (gesundes) Pizzarezept.
Wozu bestellen, wenn ich mir meine Pizza auch schnell und einfach selbst backen kann? :)

Alles, was ihr braucht, ist folgendes:

Für den Teig:
  • 125g Weizenmehl, 125g Vollkornmehl
  • ca. 100ml Wasser (kann je nach Konsistenz variieren)
  • 1/2 P. Hefe
  • 1/2 EL Olivenöl
Für die Tomatensoße:
  • 1 P. Passierte Tomaten
  • Salz, Pfeffer
  • ein Schuss Olivenöl
  • Oregano
  • Basilikum
  • Knoblauch
  • Prise Zucker
...und natürlich noch Belag nach Wahl und geriebener Käse!


1. Gebt die beiden Mehlsorten in eine Schüssel und mischt sie mit lauwarmem Wasser und Hefe. Ihr knetet alles schön durch, bis der Teig eine Konsistenz erreicht, die weder zu flüssig, noch zu mehlig ist. Der Teig sollte nicht zu sehr an den Händen kleben bleiben. Je nachdem, wie ihr die Konsistenz empfindet, könnt ihr noch etwas Mehl oder auch etwas Wasser hinzugeben.
Dann packt ihr den Teig schön in eine Decke ein und legt ihn für ca. 30-40min schlafen. :) So kann er durch die Hefe schön aufgehen.

2. Währenddessen könnt ihr euch schon mal um die Tomatensoße kümmern. Die passierten Tomaten kommen in eine Schüssel, dazu salzt und pfeffert ihr nach Belieben. Hier geht es ganz nach eurem Geschmack, welche Gewürze ihr hinzugebt. Ich habe mich für Oregano und Basilikum sowie Knoblauch entschieden. Einen Schuss Olivenöl hinzugeben und am Ende die Soße mit einer Prise Zucker verfeinern, dadurch wird die Soße aromatischer und die Säure in den Tomaten wird gemildert.

3. Wenn der Teig schön groß und stark geworden ist, könnt ihr ihn auf einem Backblech, das ihr vorher mit Butter eingeschmiert habt, ausbreiten. Achtet drauf, dass der Teig gleichmäßig und nicht zu dick wird, aber auch keine "kahlen Stellen" bekommt!
Jetzt kommt der Spaß. :) Ihr könnt euren Teig belegen, womit ihr nur wollt.
Ich habe mich heute für eine Hälfte mit Tomaten und Mozzarella und die andere mit Putensalami und Zucchini entschieden.
Wenn ihr damit fertig seid, könnt ihr eure Pizza mit viiiiel geriebenem Käse überstreuen.




4. Jetzt kommt die Pizza in den vorgeheizten Backofen auf die unterste Schiene und wird bei 180-200°C auf der Pizzastufe (Umluft mit Unterhitze; alternativ geht aber auch nur Umluft) ca. 20min gebacken.

Je nach Belag variiert logischerweise die Kalorienanzahl und der "Gesundheitsgrad". ;)
Viel Spaß beim Nachmachen und guten Appetit! :)

Benötigte Zeit: ca. 1,5 Stunde
Schwierigkeit: mittel


Backt ihr euch auch eure Pizza selbst oder bestellt ihr lieber und spart euch die Mühe?
Und mischt ihr auch lieber Mehlsorten oder bleibt ihr ganz klassisch beim Weizenmehl?